Anlässlich des Welttags des Buches am 23. April fand an der Oberschule Seesen erneut das Projekt „Offenes Lesen“ im Jahrgang 5 statt. In der Zeit von der ersten bis zur fünften Stunde verließen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrkräften das Schulgelände und machten sich auf den Weg zu verschiedenen Leseorten im Stadtgebiet. Das Projekt ist Teil der „Lesewerkstatt“ der Oberschule Seesen, in der die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Klassen regelmäßig in kleinen Gruppen gezielt in ihrer Lesekompetenz gefördert werden.
In kleinen Gruppen wurde an unterschiedlichen Orten gelesen, unter anderem in der Seniorenresidenz Nordik-Care, in der Grundschule Jahnstraße sowie in der Lebenshilfe Seesen. Ziel des Projekts ist es, Lesefreude zu fördern, Lesekompetenz zu stärken und das Lesen bewusst in den öffentlichen Raum zu tragen. Der Wechsel des Lernorts wurde von vielen Schülerinnen und Schülern als besondere Erfahrung wahrgenommen. „Es hat Spaß gemacht, an einem anderen Ort zu lesen, das war irgendwie ganz anders als im Unterricht“, berichtete ein Schüler im Anschluss.
Die Rückmeldungen der beteiligten Lehrkräfte zeigen insgesamt ein positives Bild des Tages: Die Kinder konnten ihre Lesefähigkeiten unter Beweis stellen und erlebten gleichzeitig, wie viel Freude gemeinsames Lesen bereiten kann.
Ein besonderer Dank gilt allen Einrichtungen und Beteiligten, die sich bereit erklärt haben, als Leseorte zur Verfügung zu stehen und das Projekt zu unterstützen.
Eine erneute Durchführung des Projekts im kommenden Jahr ist bereits eingeplant.
Vom 09. bis 13.09.2024 findet eine Drittortbegegnung zwischen Schülern der Oberschule Seesen und der Partnerschule aus Tychy statt. Am Montag machten sich 22 Schülerinnen und Schüler in Begleitung von Deutschlehrerin Lena Thom und Geschichtslehrer Alexander Meuschke auf den Weg in das niederschlesische Kreisau (Krzyzowa). Dort erwartet sie eine polnische Schülergruppe unter Leitung von Deutschlehrer Wojtek Borkowy.
Ein vielfältiges Begegnungsprogramm wurde mithilfe der Mitarbeiterin der Internationalen Jugendbegegnungsstätte, Karolina Osiecka, entwickelt. Neben den obligatorischen Kennenlernaktivitäten, Sprachanimationen und Integrationsspielen, sind u.a. eine Führung durch Kreisau, ein Tagesausflug nach Breslau inkl. Stadtführung und „Zwergenjagd“, eine Besichtigung der Festung Silberberg, ein Lagerfeuer, viel Sport und eine gemeinsame Disco geplant.
Die Unterbringung erfolgt auf dem ehemaligen Gut der Adelsfamilie von Moltke, nicht zuletzt bekannt durch die Treffen des „Kreisauer Kreises“ im Widerstand gegen Adolf Hitler. Der Ort ist heute ein Symbol der Versöhnung und Verständigung.
Die Begegungsfahrt wird von der Stadtjugendpflege Seesen und dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk unterstützt. (Alexander Meuschke)
Seit vielen Jahrzehnten schon entwickeln Schüler und Lehrer der Oberschule ihren Schulgarten. Neben dem Schulteich sind auf dem mittlerweile eingezäunten Gelände unter anderem eine Kräuterspirale, diverse Hochbeete und eine Gartenhütte entstanden. Seit 2018 werden Tulpenzwiebeln angebaut, die als Blumen im Frühjahr im Rahmen der Aktion „Tulpen für Brot“ zugunsten von Brot für Welt verkauft werden. Schirmherr dieser Aktion ist Ministerpräsident Stephan Weil. Klassen betreuen einzelne Teile des Gartens selbständig. In Arbeitsgemeinschaften und verschiedenen Wahlpflichtkursen entwickeln Schüler den Garten ständig fort. Nun steht ein großes Projekt auf dem Plan: Auf einem Hang ist die „InsektenWelt“ geplant. Es werden Pflanzungen vorgenommen, aber auch Trockenmauern, Lehmflächen und Totholzbereiche entstehen. Eine Pflanzenliste wird derzeit erarbeitet. Der Jugendförderpreis ist mit 500 Euro dotiert. Das Geld wird für die „InsektenWelt“ verwendet werden.
(c) Landkreis Goslar
(c) Oberschule Seesen
Die Schüler zeigen ein außerordentliches Engagement rund um den Schulgarten. Projektleiter Volker Piepenbrink zeigte sich über die Nachricht erfreut und hob lobend hervor: „Der Schulgarten muss auch während der Ferienzeiten – insbesondere in den Sommerferien – gepflegt und die Pflanzen gegossen werden. Dazu wird ein Gießdienst organisiert, der in den Sommermonaten sowohl in der Schulzeit als auch in den Ferien aktiv ist. Der Schulgarten wird ständig von der AG Schulgarten betreut. Diese findet außerhalb der Schulzeit statt, d.h. die Schüler nehmen freiwillig an dieser AG teil.“
Landrat Thomas Brych schreibt in einem Brief an die Schule: „Der Landkreis Goslar setzt sich seit vielen Jahren für die Förderung des sozialen Engagements ein. Eine wichtige Voraussetzung für den Fortbestand dieses gesellschaftlich bedeutenden Elements ist die Nachwuchsförderung.“
„Ich freue mich, dass das Wirken der Schüler und Kollegen solche Anerkennung erfährt und ich gratuliere den Projektteilnehmern herzlich zu der tollen Auszeichnung“ kommentiert Schulleiterin Annegret Tuchtfeld. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Übergabe der Urkunde und die Würdigung vor Publikum erst im Rahmen der Landkreis-Sommerbegegnung 2021 vorgesehen.
„Wir sind dankbar, dass wir wenigstens in diesem Rahmen eure Abschlüsse feiern können“, betonte Schulleiterin Annegret Tuchtfeld in acht Abschlussfeiern. An zwei Tagen veranstaltete die Oberschule für jede Abschlussklasse eine eigene Abschlussfeier in der Aula im Schulzentrum. Neben den Absolventen konnten so auch die Eltern der Schüler und einige Lehrkräfte teilnehmen. Ein feierlicher Rahmen trotz der Corona-Einschränkungen bieten zu können, war angesichts der erbrachten Leistungen nach neun oder zehn Jahren Schule eine wichtige Würdigung des Schülerengagements. Unter dem aktuellen Eindruck der Pandemie standen auch die Gedanken der Schulleiterin und der Klassenlehrer. Das neue Oberschul-Buch „Wir und das Glück“, das Schüler aus Jahrgang 6 mit Unterstützung einiger Abschlussschüler verfasst hatten, war dann auch Ausgang zu Überlegungen zum Glück. Man könne vom „Glück des Tüchtigen“ sprechen angesichts der gezeigten Leistungen in den vergangenen Jahren. Nichtsdestotrotz sei Glück zuweilen aber eben auch auf glückliche Umstände zurückzuführen. Ihren Dank richtete Tuchtfeld in ihrer Ansprache an die Eltern für ihr Engagement in Erziehung und Schule, gerade in den schwierigen letzten Monaten.
Erstmals verabschiedete die Oberschule „Original-Oberschüler“. Die meisten der Absolventen hatten 2014 an der damals neugegründeten Oberschule ihre Sek-I-Laufbahn begonnen. So erwies sich auch der gymnasiale Zweig als Erfolg. Alle 16 Schüler der Klasse G10 erreichten den erweiterten Sekundarabschluss I bzw. die Versetzung in Jahrgang 11. Klassenlehrerin Jutta Hoffmann verabschiedet mit der G10 ihre letzte Klasse. Hoffmann wechselt im Sommer nach über 40 Jahren an der Realschule und der Oberschule Seesen in den Ruhestand.
Auch die Leistungen der 61 Schüler aus dem Realschulzweig konnten sich sehen lassen. In den Klassen der Lehrkräfte Yvonne Bögershausen, Thomas Droste und Volker Piepenbrink erreichten 25 Schüler den erweiterten Sekundarabschluss I. Von den 18 Schülern Im Hauptschulzeig unter der Leitung von Klassenlehrer Mike Ungrad konnten 13 einen Sekundarabschluss I – Realschulabschluss erreichen.
Insgesamt 58 Schüler haben die Klassen in Jahrgang 9 des Hauptschulzweigs besucht. Darunter auch 16 Schüler in einer Berufsstarterklasse, die von Klassenlehrerin Marie Schwarz geleitet wurde und in der Aspekte des Sprachlernerwerbs und der Berufsorientierung einen besonderen Stellenwert einnahmen. Die anderen beiden Klassen wurden von Alisa Isic und Katja Töpperwein geleitet. Aus den drei Klassen in H9 wechseln insgesamt 21 Schüler in den 10. Jahrgang des Hauptschulzweigs.
Die Schulleitung dankte zahlreichen Schülern für ihr Engagement in ihrer Schulzeit. Viele haben beispielsweise in dem Projekt Gedenkstättenfahrt mitgearbeitet, in der Kooperations-AG mit der Lebehilfe mitgewirkt, waren Streitschlichter oder Schulsanitäter oder haben in der Band musiziert. Ismail Giannattasio (Klasse G10) wurde bester Schüler des Jahrgangs mit einem Notendurchschnitt von 1,3. Mit ihm verliert die Schule auch ihren Schulsprecher, der auch Mitglied im Kreis- und Landesschülerrat ist. Jahrgangsbeste Schülerin wurde Annika Heider (Klasse R10a) mit einem Notendurchschnitt von 1,6. Die Mitglieder des Schulelternrates und des Fördervereins Tanja Hantke, Heidrun Hesse, Jane Flügge und Christina Draheim sorgten für die festliche Tischgestaltung und notwendige hygienische Maßnahmen in den Pausen. Der Schüler Lucas (Klasse 8c) und die Bundesfreiwillige Sarah Linnekuhle begleiteten die Veranstaltungen am Flügel musikalisch. Landrat Thomas Brych schickte eine Videobotschaft. Da auch der traditionelle Gottesdienst zum Abschluss entfallen musste, übermittelte Propst Thomas Gleicher mit einem Brief und einem kleinen Schlüsselanhänger die Glückwünsche der Kirche.
H9e
H9b
H9a
G10
R10c
R10b
R10a
H10
Schulleiterin
Lucas am Flügel
Sarah am Flügel
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