Schlagwort-Archive: Geschichte

Erinnerung an Halle 2019 auf dem Jacobsonplatz

Zum Gedenken an den Anschlag von Halle im Jahr 2019 regt die Kunst-Installation HALLE 2019 auf dem Jacobsonplatz an. Gemeinsam mit Mitgliedern der jüdischen Hochschulgruppe Göttingen werden sich Schülerinnen und Schüler aber auch mit jüdischem Leben heute und besonders dem Antisemitismus, dem das häufig ausgesetzt ist, auseinandersetzen.

Die Installation steht vom 27. April bis 9. Mai auf dem Jacobsonplatz.

Am 27. April 2022 um 15 Uhr findet eine öffentliche Vorstellung auf dem Jacobsonplatz statt. Herzlich willkommen!

Gedenkfeier auf dem Friedhof in Münchehof

77 Jahre Befreiung des letzten Räumungstransports aus dem Konzentrationslager Mittelbau-Dora

Durch neuere Recherchen konnten drei der 23 bisher „unbekannten Kameraden“, die dort 1945 bestattet wurden, identifiziert werden. Schülerinnen und Schüler der Oberschule stellen mit ihrem Lehrer Dr. Thomas Droste die verstorbenen Franzosen Auguste Barray, Maurice Cordier und André Gagneux sowie die Umstände 1945 vor.

Gedenkfeier auf dem Friedhof in Münchehof
am 10.4.2022 um 15:00 Uhr

Es werden als Gäste Angehörige der in Münchehof bestatteten französischen Zwangsarbeiter erwartet.

Der Gedenkstein in Münchehof - Rückseite "TSCHLAND"
Gedenkstein – Rückseite

Ausstellung „Was‘ los, Deutschland!?“

Die Oberschule Seesen zeigt im März die Wanderausstellung: „Was‘ los, Deutschland!? Ein Parcours durch die Islamdebatte“ der CD-Kaserne Celle.

2. – 17. März 2022
Aula im Schulzentrum
Donnerstags 13 – 17 Uhr
Gruppen auch während der Schulzeiten (bitte anmelden)
Eintritt frei

Infos zur Ausstellung: https://waslosdeutschland.info/

Gefördert durch „Partnerschaft für Demokratie Landkreis Goslar“ (weitere Infos: https://www.demokratie-leben.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/wanderausstellung-was-los-deutschland-ein-parcours-durch-die-islamdebatte-1-665)

NDR würdigt Tschland-Film der Oberschule Seesen

tschland-Stein von vorne, Inschrift erinnert an 23 tote KZ-Häftlinge
tschland-Stein von vorne (Bild: Droste)

Zu einem Geschichtswettbewerb hatte im vergangenen Herbst der NDR zusammen mit der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten aufgerufen. Unter dem Titel „Befreit! Und dann?“ forderte der NDR Jugendliche dazu auf, nach lokalen und regionalen Erinnerungen und Zeitzeugen zu suchen. Unter der Leitung von Geschichtslehrer Dr. Thomas Droste drehten die Schüler der Projektgruppe Gedenkstättenfahrt der Oberschule Seesen einen Film über das „Tschland-Mal“ in Seesen. Die Schüler spüren darin dem Granitstein auf dem Münchehöfer Friedhof (Google Maps) nach, der an 23 ehemalige Häftlinge erinnert, die den Todesmarsch aus Nordhausen nicht überlebt hatten. Initiator für das Denkmal war der KZ-Überlebende Joseph Soski. „Als Symbol für den zerschlagenen Nazismus“, wie Soski später schrieb, teilten die Überlebenden einen Granitfindling mit der Inschrift „Großdeutschland“, der von den Nationalsozialisten 1938 anlässlich der Annexion Österreichs in der Stadt aufgestellt worden war, in zwei Hälften. Der Teil mit dem Schriftzug „tschland“ und einer durchtrennten Landkarte wurde zum Grabstein. Der Stein gehört zu einer der ersten Gedenkzeichen für KZ-Opfer in Deutschland überhaupt.

Rückseite tschland-Stein
tschland-Stein Rückseite (Bild: Droste)

„75 Jahre nach Kriegsende sollte der Geschichtswettbewerb den Fokus auf die Frage lenken, was denn eigentlich mit den Menschen, die aus Lagern und Zwangsarbeit befreit wurden, nach der Befreiung geschah“, sagt Jens-Christian Wagner, Geschäftsführer der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. „Die Qualität der eingereichten Beiträge hat uns alle sehr überzeugt.“

Postkarte Jacobsonstraße 1 ca. 1938, Quelle https://m.facebook.com/Seeseneransichten/photos/a.1506870049639354/2010670225925998/?type=3&source=57
Quelle https://m.facebook.com/Seeseneransichten/photos/a.1506870049639354/2010670225925998/?type=3&source=57

Schulleiterin Annegret Tuchtfeld gratuliert den Schülern zu dem Erfolg: „Es ist erfreulich zu sehen, mit welchem großen Engagement sich Jugendliche mit ihrer Stadt und ihrer Geschichte auseinandersetzen. Das ist vorbildlich. Das macht Mut!“

Eine Feierstunde mit einer Würdigung der ausgewählten Wettbewerbsbeiträge im Landesfunkhaus des NDR in Hannover am vergangenen Freitag fiel aufgrund der aktuellen Situation leider aus.

Der NDR veröffentlicht die besten Wettbewerbsbeiträge auf seiner Webseite. Unter https://www.ndr.de/geschichte/chronologie/kriegsende/Kriegsende-in-Seesen-und-Buchholz,kriegsende596.html ist auch der Seesener Film zu finden.