Zuhören, nachfragen, diskutieren: Jugendliche setzen sich mit dem Nahostkonflikt und Fragen von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung auseinander
Wie kann man mit Jugendlichen über den Nahostkonflikt sprechen – über ein Thema, das komplex ist, emotional diskutiert wird und ihnen zugleich täglich in Nachrichten und sozialen Medien begegnet? An der Oberschule Seesen bietet der Hörbus Nahostderzeit einen besonderen Raum dafür.
Alle 10. Klassen sowie ein Teil der 9. Klassen nehmen an dem Angebot teil. Die Schülerinnen und Schüler erkunden den Hörbus zunächst selbstständig, hören unterschiedliche Perspektiven und setzen eigene Schwerpunkte. Anschließend findet ein Reflexionsgespräch mit einer Trialogpatin statt. Die Lehrkräfte sind dabei in der Regel bewusst nicht anwesend. So können sich die Jugendlichen möglichst frei von schulischem Bewertungsdruck äußern, Fragen stellen und auch Unsicherheiten zur Sprache bringen.
Fünftklässler der Oberschule Seesen hören Fantasy, Familiengeheimnisse und die besondere Kraft von Büchern im Jacobson-Haus in Seesen.
Interessierte Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs der Oberschule Seesen hatten die Gelegenheit, die Autorin Juliane Deinert persönlich kennenzulernen und in die Welt ihres Romans einzutauchen.
Deinert stellte ihren Fantasyroman „Enalis – Das Flüstern der Buchseiten“ vor. Darin geht es um einen Jungen, der ein Buch liest, das seine Träume beschreibt. Eine schweigende Mutter, ein verschwundener Vater und eine geheimnisvolle Welt jenseits der Buchseiten bilden den Ausgangspunkt einer Geschichte, die Fantasy mit Themen wie Familie und Zusammenhalt verbindet.
Die Oberschule Seesen öffnet ihre Türen und gibt Einblicke in ihre Arbeit und Räume. Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte präsentieren die Fächer, fachübergreifende Projekte, AGs und Ergebnissse der Projektwoche („Gesundheit, Sucht und Prävention“). Alle stehen stehen für Gespräche und Fragen zur Verfügung. Für das leibliche Wohl und gute Unterhaltung wird ebenso gesorgt.
Bereits zum dritten Mal fand in Seesen das Planspiel Pimp your town! des Vereins Politik zum Anfassen auf Initiative der Stadt Seesen statt. In diesem Jahr nahmen von der Oberschule die Klassen 8a und 8e teil. Gemeinsam mit Kommunalpolitikern entwickelten sie drei Tage lang ihre Ideen und Anträge und verhandelten diese in demokratischen Prozessen.
Am Montag, den 24.04.2023 machten sich 19 Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 bis 16 Jahren per Bahn auf den Weg in die schöne Stadt Breisach am Rhein. Ziel war die Jugendherberge (deutsch-französische Jugendbegegnungsstätte) direkt am Rhein mit Blick auf das Nachbarland Frankreich. Begleitet wurde die Seesener Schülergruppe von Deutschlehrerin Lena Thom und Französischlehrer Alexander Meuschke.
Angekommen vor Ort, wartete man am Nachmittag gespannt auf die Ankunft der 22 französischen Schülerinnen und Schüler des Collège Arthur Rimbaud aus Belfort, die nach einem kleinen Problem mit ihrem Bus etwas später als erwartet eintrafen. Die Zimmer wurden größtenteils gemischt bezogen, z.B. teilten sich drei französische mit drei deutschen Jungen ein Zimmer. Einige der Jugendlichen kannten sich bereits über eine Brieffreundschaft, welche ihr Französischlehrer Cédric Carenini und die Deutschlehrerin Nathalie Reiniche organisierten. Frau Reiniche begleitete die Schüler nun auch nach Breisach, zusammen mit ihrer Kollegin, der Biologielehrerin Carole Wasbauer.
Wir sind froh, dass uns solch eine tolle Fahrt ermöglicht worden ist und wir dort unsere Austauschschüler/innen persönlich kennenlernen durften und viele neue Kontakte knüpfen konnten.
(Schülerinnen Laura und Linda)
Schon kurz nach Zimmerbezug wurde das Gelände der Jugendherberge erkundet. Es gab tolle Möglichkeiten, um Sport auszuüben (Volleyball, Basketball, Fußball, Tischtennis, u.a.). Dies nutzen viele Schüler aus und kamen so der jeweils anderen Kultur näher. Sport verbindet; es wurde „mit Händen und Füßen gesprochen“, auch Englisch war dabei und man lernte schnell deutsche und französische Wörter; das interkulturelle Lernen war in vollem Gange. Nach dem gemeinsamen Abendessen gab es ein kleines Fragespiel zum Kennenlernen, bevor die erste Nachtruhe bevorstand.
Am nächsten Morgen regnete es leider, so dass sich die Aktivitäten nach innen verschoben. Nach dem Frühstück fand eine Gruppenarbeit statt. Die Schüler sollten typische Klischees des jeweils anderen Landes notieren. Anschließend wurden Meinungen über den Wahrheitsgehalt der Behauptungen ausgetauscht: Essen Franzosen jeden Tag Frösche? Tragen Deutsche immer weiße Socken in ihren Sandalen?
Im Anschluss gab es ein Tischtennisturnier im Spieleraum der Jugendherberge. Nach dem Mittagessen wurde das Wetter besser und die Besichtigung der Stadt Breisach konnte beginnen. Erstes Ziel war der Aufstieg zum Münster. Von dort hatte man eine herrliche Aussicht auf Frankreich. Nach einer kurzen Sonnenpause im Klostergarten stieg man in die niedliche Innenstadt ab und versüßte sich den Nachmittag mit einem Eis. Am Abend gab es selbst ausgedachte, zweisprachige Quizfragen und Rätsel über beide Länder.